Alzheimer, Demenz und die Wirkung von Cholin

Wirkung von Cholin bei Alzheimer, Demenz

Folgt man der Aussage von Dr. Edward R. Rosick, so bewirkt Cholin bei Alzheimer Patienten eine Verbesserung hinsichtlich der kognitiven Funktionen, des zerebralen Blutflusses sowie der bioelektrischen Aktivität. Die Ursachen für Alzheimer sind bislang noch weitestgehend unbekannt, allerdings wurden durch Gehirnabbildungen bzw. Autopsien vielerlei pathologische Veränderungen beobachtet, die die Krankheit verursacht. Am offensichtlichsten war dabei der Verlust einer großen Menge an Hirngewebe. Darüber hinaus kommt es zu Ablagerungen, den sogenannten „Plaques“ und neurofilbrillären Tangles. Für diese destruktiven Prozesse werden oxidative Schädigungen durch freie Radikale und Entzündungen des neuronalen Gewebes genannt. Des Weiteren wurden destruktive Prozesse und Reduktionen in Gehirnregionen beobachtet, welche den Neurotransmitter Acetylcholin betreffen. Dieser Neurotransmitter wiederum ist notwendig für die Gedächtnisbildung und Retention. Eine Reduktion diesbezüglich ist bekannter Weise ein weiteres typisches Anzeichen von Alzheimer. Medikamentöse Therapien zielen oft genau auf dieses Kennzeichen ab, da es als „attraktivstes Ziel“ für eine Behandlung gilt. Weit verbreitete Medikamente zielen darauf ab ein Enzym (Acetylcholinesterase) zu hemmen (bzw. zu inhibieren), welches Acetylcholinmoleküle abbaut. Dadurch wird die verfügbare Menge an Acetylcholin für die Neuronen des Gehirns erhöht. Diese Medikamente können die Krankheit zwar für eine gewisse Zeit stoppen oder einen weiteren Verlauf der Erkrankung verlangsamen, jedoch können diese Medikamente die Erkrankung nicht vollständig aufholen oder das schlimme Ergebnis verhindern. Zudem sind diese Medikamente für gewöhnlich sehr teuer und haben oft unangenehme Nebenwirkungen. Wesentlich sicherer und natürlicher ist das sogenannte CDP-Cholin (Cytidin-5-Diphosphocholin), ein Vorläufer von Acetylcholin. In Forschungsarbeiten wurde die sehr gute Wirksamkeit von CDP-Cholin bei Alzheimer-Patienten (und Schlaganfall-Patienten) bereits dokumentiert.[1] So kam bereits eine italienische Forscherin im Jahr 2003 durch eine randomisierte Doppelblindstudie mit 261 Alzheimer-Patienten zu dem Fazit, dass ihre Ergebnisse die klinische Nützlichkeit und Verträglichkeit von Cholin-Alfoserat zur Behandlung der kognitiven Symptome bei Demenzerkrankungen vom Alzheimer-Typ nahelegen. Betrachtet man die Ergebnisse der Studie genauer, so kam es während einer 180 tägigen Behandlung in der Cholin-Alfoserat Gruppe zu einer kontinuierlichen Verbesserung der folgenden bewerteten Parameter: MMSE, GDS, ADAS-Behav, ADAS-Total und CGI. Bei der Placebo-Gruppe hingegen blieben diese Parameter gleich oder verschlimmerten sich. Darüber hinaus senkte sich in der Cholin-Alfoserat Gruppe der ADAS-Cog Wert im Durchschnitt um 2,42 Punkte nach 90 Tagen und um 3,20 Punkte am Ende der Studie.


Bei der Placebo-Gruppe hingegen war der ADAS-Cog Wert im Durchschnitt nach 90 Tagen um 0,36 Punkte erhöht und am Ende der Studie um durchschnittlich 2,90 Punkte erhöht. Die ADAS-Cog Werte bzw. der ADAS-Cog Test gilt als Test zur Überprüfung, ob eine kognitive Einschränkung vorliegt. Beim ADAS-Cog Test sind 0 Punkte das beste Ergebnis und 70 Punkte das schlechteste.[2]

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Quellen:

[1] Edward R. Rosick (2004): Alzheimer’s Patients Benefit from CDP-Choline. Life enhancement. Abgerufen auf: www.life-enhancement.com

[2] M. De Jesus Moreno Moreno (2003): Cognitive improvement in mild to moderate Alzheimer’s dementia after treatment with the acetylcholine precursor choline alfoscerate: a multicenter, double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Clin Ther. 2003 Jan;25(1):178-93.

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